Angekommen

Nach 13 Monaten unterwegs bin ich zu Hause wieder in den Alltag eingetaucht. Vieles muss noch verarbeitet werden, sowohl Gedankliches wie auch Materielles als auch die vielen vielen Bilder.

Es wurde ein bunte Mischung aus verschiedenen Kulturen, verschiedenen Reisestilen und vielfältiger Betätigung.

Hier die Zusammenfassung

  • 4 Wochen Ladakh mit einer Enfield, Gruppenreise
  • 8 Wochen Indonesien mit gemietetem Roller, allein
  • 1 Woche Singapur, Öffis, allein
  • 4 Wochen Myanmar, Bus als Gruppenreise / Boot, Öffis allein
  • 6 Wochen Südthailand, teils Strand, teils Rollerrundfahrt allein
  • 5 Wochen Nordthailand mit Roller und Schatz
  • 3 Wochen Nordlaos mit Roller und Schatz
  • 4 Tage Kambodscha mit Roller und Schatz
  • 10 Tage südthailändische Insel mit Bikini und Schatz
  • 10 Tage Bangkok

Dann ging unser Flug gemeinsam zurück nach Europa. Dort war es mir im April aber zu kalt und ich flüchtete nach einer Woche gleich nochmal.

  • Gran Canaria mit Mietwagen und kleinem Zelt. Ein Traum: wandern in angenehmen Temperaturen, Zelten auf den Bergen.

Eine Woche hatte ich danach noch Zeit, um das Bussi reisefertig zu machen und die 1000 Dinge zu erledigen, die sich angesammelt hatten.

  • 5 Wochen auf Weser, Spree, Havel, Elbe im Kajak, allein
  • 1 Woche Norddeutschland, allein
  • 5 Wochen Norwegen mit Bussi, Kajak, Fahrrad, allein
  • 3 Tage Reykjavik im Hotpot, allein
  • gut 2 Wochen Grönland im Kajak, Gruppe
  • 2 Tage Reykjavik im Hotpot, allein
  • 3 Wochen Schweden mit Kajak und Bus, allein
  • 1 Woche Garten und Waschküche, „in family“
  • 1 Woche zu Hause mit dem Schatz

Nun bin ich reisesatt, aber schon wieder unternehmungslustig. Die nächsten Busübernachtungen sind für die beiden kommenden Wochenenden geplant. Beide mit dem Schatz und den Kajaks.

Es war ein abwechslungsreiches Jahr, in dem ich viel erlebt und viel vermisst habe. Reisen ist toll, unabhängig mit einem Zweirad unterwegs sein auch. Die Zeit zu zweit war dann nochmal wesentlich schöner. Und auf das kommende gemeinsame Leben freue ich mich noch mehr als bisher. Hab halt den besten Mann der Welt gefunden  :-)

Und nun ist Alltag: seit gut einer Woche arbeite ich wieder und hatte das eine oder andere Treffen mit Freunden und Bekannten. Es fällt schwer. Vieles Berufliche hat sich aus meinem Kopf geschlichen bzw. gut versteckt. Die Routine will wieder aufgebaut werden, um in Stresszeiten souverän handeln zu können.

Nach den Jahren halb im Krankenstand oder Abwesenheit muss ich meine Freizeitbetätigungen neu organisieren. Was geht nun mit zwei gut funktionierenden neuen Hüften, zwei kaputten Knien und der vorhandenen Unternehmungslust? Es zieht mich wieder zur Musik. Da schaue ich mich aktuell um.

Und die Garage voller alter Motorräder muss organisiert werden. Sucht grad jemand eine R100GS oder R100RS aus den 80ern?

Einige Einträge werden hier noch erscheinen sobald alle Bilder gesichtet sind und ich Zeit und Lust finde, die Rückschau zu beginnen. Noch bin ich in der Übergangszeit ohne Motivation und mit großem Zeitbedarf für den Job. Also das Abo noch nicht beenden. Der absolute Höhepunkt der ganzen Reise, das Paddeln in Grönland, ist sicher das Erste, das ich bearbeite.

Weiter geht es nun im gewohnten Biki-Blog. Alle Leserinnen und Leser, die im Laufe des Jahres hierher gefunden haben sind gerne eingeladen, mir dorthin zu folgen.

Reiseführer zu verkaufen

Nachdem ich nun zurück bin von meiner langen faszinierenden SOA-Indonesien-Reise und möchte meine Reiseführer anbieten. Keiner davon war mit unterwegs, der Zustand ist also durchweg sehr gut.

Thailand
lonely planet 2012  €15,-
Reise know how 2012 €5,-
Krabi Marco Polo 2010 €4,-

Kambodscha
Marco Polo 2012 €5,-
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Angkor Wat City Trip Reise know how ohne Faltplan 2014 €2,-

Vietnam
Gaia 2014 €4,-

Laos
Loose 2012 €12,-
lonely planet 2014 €15,-

Südostasien Die Mekong Region Loose 2013 €12,-

Indonesien Dumont 2011 ohne Karte €8,-
Malaysia mit Singapur Reise know how 2013 €11,-
Myanmar Reise know how 2013 €10,-
Auf verbotenen Pfaden, A. Rabinowitz, Reisebericht Myanmar €8,-

Bali und Lombok
Loose 2012 €6,-
Dorling Kindersley 2012 €8,-

ab 3 Bücher können sich die schnellsten hier eins als Geschenk aussuchen
Thailand Der Süden Dumont 2008
Der Preis der Leichtigkeit (Reisebericht durch Thailand, Kambodscha, Vietnam) A. Altmann
Mond über Vietnam M. Coffrey

Versand €1,50 pro Buch, bei mehreren Büchern die exakten Versandkosten

Würde mich sehr freuen, wenn die Bücher auch andere bei der Vorbereitung und der Reise begleiten würden.

letzte Nacht im „Unterwegs“-Modus

 

Ich fand einen prima Schlafplatz auf dem Kottmar mit morgendlichem Ausblick über die Oberlausitz:DSCN1816DSCN1830

Die Sommerreise mit Boot begann vor 4 Monaten hier, als ich an der Neugersdorfer Spreequelle eine Erholungswoche einlegte und dann die Spree vom Spreewald bis zur Mündung in die Havel paddelte. Nun besuchte ich die zweite (angebliche) Quelle der Spree. Man sieht deutlich: da steht altes Wasser, da sprudelt nichts. Das kann also niemals die richtige Quelle sein… Hier hab ich ja schon die richtige Spreequelle beschrieben. Die dritte Quelle am Spreeborn  ist die niedrigste und wasserarme.

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Durch den Kottmarschen Wald zur Quelle zu laufen ist besonders so früh am Morgen richtig schön.

7.00 Uhr fuhr ich hinunter, stattete mich beim Bäcker für ein Familienfrühstück aus und tauchte nun in den privaten Teil, wieder einer Erholungswoche im Blumengarten, mit hochgelegten Füßen und leckerem Essen, ein.

Der „Unterwegs“-Modus ist beendet. Alles Waschbare ist gewaschen, das Bussi gereinigt, die Bilder gespeichert. Nun kommt die Verarbeitung -die letzten Nächte schon sehr aktiv in Träumen- und der Übergang in den Alltag zu Hause. Der wird gar nicht so schlimm. Denn morgen -morgen!!!- liege ich in den Armen vom Schatz und gehe da auch nicht so schnell wieder weg.

Vielen Dank für’s Mitreisen, Mitlesen und Anregen. Ganz besonderen Dank an Sonja, die jeden Rekord im Kommentieren bricht. Ich freu mich drauf, euch „in Echt“ wieder zu sehen. Und ich bin gespannt, die Nur-Mitgereisten wiederzusehen.

Orust

Es wurde Orust. Und es hat sehr gefallen. Schären sind lustig, v.a. wenn sie so abwechslungsreich sind wie dort. Klein und zerstreut, lang und hoch, kahl und bewachsen, mit einem Häuschen, einsam oder mit Schafen – man findet immer einen passenden Platz für die Pause oder den Abend. Jede Nacht auf einer anderen eigenen Insel, jeden Abend ein kleines Lagerfeuer, jede Nacht ein farbenfroher Sonnenuntergang. Und paddeln: je nach Windrichtung auf der anderen Seite der Inseln fahren, lieber mal kreuzen und im Zweifel in einer Bucht den Wind abwarten. Zweimal musste ich den Tag früher beenden weil dicke schwarze Gewitterwolken drohten und sich ausführlich ergossen. Danach war es immer wieder schön und am Morgen alles wieder glatt.

Da ich keine richtige Seekajakerin bin durfte ich dieses Revier zum Glück auch befahren. Denn laut Udo Beier ist das nix für echte Küstenkanuwanderer. Also keine Angst, wenn das Wetter passt kann man hier auch mit seeuntauglichem Faltboot und wenig Erfahrung wunderbare Tage erleben.

Ich startete in Svaneviken, konnte an der dortigen Marina das Auto stehen lassen. Mit dem Uhrzeigersinn umrundete ich die Insel. Das schien zunächst die beste Wahl bezüglich der Windrichtung zu sein. Aber der Wind drehte mehrmals am Tag und so war es irgendwann egal. Sonderlich stark war er eh nicht.

Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Inselchen zwischen Orust und Tjörn sowie die westlichsten Inseln bis Måseskär.

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Mollösund, Gullholmen, Grundsund und Lysekil sind sehenswert. Es war verführerisch, in die einzelnen Blind-End-Verzweigungen zu fahren und noch den ein oder anderen Umweg um weitere Inseln zu machen.

Der Ulvesund zog sich dann ein bisschen. Es ist weniger zu sehen, das Wetter erforderte konsequentes Windschattenfahren und das Vermeiden größerer offener Flächen.

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Der letzte Pausenplatz auf blumenbunter Insel mit Rundumsicht zwischen Askerön, Stenungsund und Myggenäs.

Hier geht es zu den Bilder von Orust: flickr

Einen abschließenden gemütlichen Abend auf einem Felsen verhinderte leider eine weitere große Gewitterfront. Ich paddelte also am letzten Abend doch direkt zum Auto, konnte alle Ausrüstung und mich duschen und packte alles für die Weiterfahrt.

Orust war die letzte Station des Sabbatjahres. Schön, dass es noch so eine erlebnisreiche und doch entspannende mehrtägige Tour gab. Von hier düste ich nun direkt an die schwedische Südküste, hüpfte am nächsten Tag auf die Fähre und lag einen weiteren Tag später schon im Blumengarten. Gutes Essen, verwöhnt werden, sonniges Wetter und sich um nichts kümmern: das war der Plan für die letzten Tage unterwegs.

 

 

 

Schweden: paddeln im Glaskogen und Vänern

Das wird nur ein kurzes Lebenszeichen. Bin zu beschäftigt🙂

Nachdem ich mein Bussi in Eidsvoll abgeholt und einen Schlaftag eingelegt hatte schaute ich mir das Städtchen Hamar an. Sehr nett, schön am See der Mjøsa, mit einem offenen Freiluftmuseum, einem Eisenbahnmuseum und wunderbaren Radwegen. Leider war mein hübscher Stellplatz am Ufer ein Pokèstop. Und die Norweger spielen nicht PokèGo sondern PokèDrive…

Danach fuhr ich direkt nach Schweden. Eigentlich hatte ich dort eine Verabredung, mehrwöchig gemeinsam zu paddeln. Aber erstens kommt es anders – na, ihr wisst schon. Schade, hatte mich sehr vorgefreut.

Also brauchte ich Plan B. Der bestand zunächst mal darin, das naheliegende Paddelgebiet Glaskogen anzufahren und mir ein paar schöne Tage auf dem Wasser zu machen. Auf dem oberen und unteren See, auch mit Zelt auf eigener Insel, paddelte ich herum. Dazu bisschen Angeln, Beeren und Pilze sammeln und am Lagerfeuer sitzen. Ein weiterer anwesender Bussifahrer hatte ähnliche Urlaubsvorstellungen und so wurde es ganz gemütlich. Mehr Bussis passten nicht auf den kleinen Parkplatz am See. Viele kamen vorbei, um nach Platz zu schauen.

Danach wechselte ich zum Vänern. Im Norden liegt Karlstad, das schaute ich mir an und paddelte in den Schären bei Segerstad. 

Dann traf ich eine sehr inspirierende Hamburg-Schwedin. Ihre Begeisterung von der Insel Lurö übertrug sich und schon am nächsten Abend fand ich mich bei wunderbarem Sonnenuntergang auf einer kleinen Schäre nicht weit davon wieder. Der Elch, der am frühen Morgen den Weg durch das Schilf zu meinem Zelt gefunden hatte war sicher genauso überrascht, mich vorzufinden, wie ich ihn. Adler, viele viele Insekten und erstaunlich unerschrockene Waldvögel sowie erstaunlich scheue Wasservögel begegneten mir. Das Hostel ist sehr zu empfehlen, ein kleines Museumzwei Cafès und viele bildende Infotafeln lassen Lauftage auf der Insel kurzweilig werden. Und dann kann man ja auch die kleinen Schären rundherum, die frechen Schafe darauf und die unterschiedlichen Leuchttürmchen anschauen.

Lurö und sein hübscher einsamer Schärengarten ist tatsächlich einige Paddeltage wert. Der angekündigte Starkregen und Wind für morgen vertrieb mich allerdings heute abend.

Nun ist es Zeit für das nächste Paddelziel. Die Wettervorhersage erwartet in ganz Südschweden Nässe. Es ist also egal – vermutlich wird es Orust.

Keflavik Airport

Abflug aus dem Norden in den Norden.

Die zwei sehr entspannten Tage haben gut getan. Der Zeltplatz war gemütlich, die Küche sehr praktisch und ein paar nette Unterhaltungen machten die Tage abwechslungsreich. Das Beste waren natürlich die sechs Stunden im Thermalbad nebenan! Immerhin habe ich es heute als Tagesaufgabe geschafft, meine einzige Hose zu waschen und zu trocknen. Dann Zelt abbauen, Gepäck ordnen und mit dem Flybus ab nach Keflavik. Ein bisschen wehmütig habe ich über die Lavaflächen von Reykjanes zum Meer geschaut. Muss schon nochmal nach Island kommen…

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Einen ganz besonderen Stempel in den Reisepass gab es übrigens in Kulusuk/ Greenland:

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Zurück aus Grönland

Nun bin ich wieder in Reykjavik: ziemlich erschöpft, sehr schmutzig in sehr schmutzigen Klamotten, sehr begeistert vom Erlebten und zufrieden nach einer beeindruckenden Tour durch eine großartige Landschaft.

Die Kajaktour war die beste Möglichkeit, in Grönland unterwegs zu sein, in diesem Land aus Wasser, Stein und Eis🙂

Ich bin sehr froh, noch zwei Tage in Reykjavik zu haben und verbringe den überwiegenden Teil davon im großen Thermalbad nebenan.

Ein richtiger Bericht kommt natürlich noch. Jetzt werfe ich euch erstmal ein paar Brocken hin:

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Blogpause = Paddelzeit

Für gut zwei Wochen ist nun hier Pause. Morgen geht der Flieger nach Grönland. Zwei Wochen paddeln im Eismeer, Eisberge und Wale gucken, unterm Gletscher zelten und viel heißen Tee trinken, Inuitsiedlungen besuchen und die gewaltige Natur bestaunen.

Drückt mir die Daumen, dass es halbwegs trocken und windarm bleibt, die Kajaks stabil liegen und meine Knie durchhalten. Die machen mir ziemlich Sorgen.

Ich bin sehr gespannt auf die Erlebnisse.

Tschüss!

Bloggerinnentreffen

Da ist man im fernen Island, weit weg von allen lieben Bekannten und Verwandten. Und dann hat man plötzlich ein Date mit einer deutschen Mopedbloggerin und Freundin und ihrem Mann …

Und so saßen wir heute ein paar Stunden im botanischen Garten von Reykjavik und unterhielten uns über Island, Sabbatjahre, Mopedfahren und Reisen überhaupt.

Sie fliegen demnächst zurück, ich fliege weiter. Ein Treffen im Herbst im Südwesten Deutschlands wird unvermeidbar sein🙂

Hab mich sehr gefreut! Guten Flug!