Am Abend fuhr ich noch weiter Richtung Süden. Das Hochland des Jotunheimen ist wunderschön, auch wenn es regnet und stürmt. Nach der Paddelei im Kalten wollte ich aber nicht mehr gerne aus dem warmen Auto raus. Die Bilder entstanden also alle direkt an der Straße.

Noch nördlich von Fagernes zeigte mein OSM eine unbefestigte Straße über ein Fjell. Da sollte sich doch ein Schlafplatz finden… Viele viele Kilometer fuhr ich in Regenschauern entlang hübscher kleiner Seen und durch weite Wälder die gute Schotterstraße, die mich weiter an Lillehammer heran brachte. Nur eine ordentliche Stelle zum Schlafparken gab es nicht, dafür jede Menge Privatwege. Dann zeigte doch ein Schild zu einem Rastplatz. Und he, das war er! Mehrere kleine Plätze gab es zwischen Angelteichen. Überall standen schon weiße Riesen, ein Lagerfeuer brannte und es roch nach leckerem Abendessen. Und ein Platz war noch frei 😀. So hatte ich meinen eigenen kleinen See, konnte drumherum laufen und hatte eine Picknickbank direkt daneben. Perfekt! Eine Anglerin kam zum Quatschen vorbei und wünschte mir gute Nacht. Sie ist immer wieder gerne hier im einsamen Fjell.

Und natürlich gab es wieder einen farbenfrohen Sonnenuntergang.

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