Vom Eikelsdal zockelte ich am Abend weiter Richtung Osten, weiter ins Landesinnere. Das Wetter wandelte sich in den letzten Tagen zum Halbtagswetter. Irgendwie ganz ok, aber Regen und Wind gab es jeden Tag.

Na mal sehen, ob es mit dem Paddeln an diesem auf 650 m gelegenen Bergsee klappt. Der Abend war wieder sehr nass. Als ich per Tollroad am See ankam fehlte mir etwas: das Wasser. Die Ufer zeigten, dass es normalerweise mindestens einen Meter höher steht. Und der Anleger war unbenutzbar. Die Fähre, die mich am nächsten Morgen ans andere Seeende bringen sollte lag ziemlich beschädigt an Land. Hm. Also erstmal Schlafplatz suchen. Auf der Hälfte des See gab es einen Parkplatz mit Toilette und prima Stellfläche, direkt hinter dem Strand. Prima, hier schlief es sich gut. Tschechische Zeltler und ein norwegischer Canoepaddler hatten sich auch schon häuslich eingerichtet.Am Morgen: strahlende Sonne. Yeah! Ein langes Frühstück, genüssliches Im-Shirt-Rumsitzen und Verquatschen hier und da zog den Paddelstart hinaus. Aber dann. Die Strömung zog kräftig, die Landschaft war ein Traum und der Himmel blieb so blau. Drei Stunden lang ließ ich es Richtung Norden laufen. Dann kehrte ich um und kam gegen Strömung und den aufkommenden Nachmittagswind wieder zurück zu meinem Strand. Muskeln machen für Grönland ist das Nebenziel dieser Paddeltage.

An der Ausstiegsstelle kam ich ins „Gespräch“ mit einem norwegischen Jungen. Er fand das Kajak interessant, ich seine Burg. Dann kam seine Mama dazu und wir verbrachten den Nachmittag zusammen in der Sonne im Sand. Nur gut, dass hier die Sonne so lange scheint wenn sie scheint.

Am Ende fanden wir es so nett, dass wir die beiden Autos packten und gemeinsam zu ihr fuhren. Die Einladung war super nett. Sie hatte sogar ein Bett für mich und wir hatten einen lustigen Abend zusammen: Frauenabend mit Fußball. Portugal: yeah! Isabell ist Italienerin, die das Leben hier in der Kleinstadt genießt. Ihr Sohn hat einen norwegischen Vater, der allerdings Oslo liebt. 

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