Die Stadt ist toll! Die Jugendstilhäuser sind zum großen Teil restauriert, man kann mit einem kleinen Guide aus der Touri-Info die verschiedenen Gassen ablaufen und sich spezielle Häuser anschauen und dazu lesen. Die Atmosphäre ist entspannt, überall gibt es nette Plätze zum Sitzen. 

Mein Bussi stand den Tag über oben an der Stua. Dank Ebike komme ich ja problemlos wieder hinauf. Rund um den Hausberg führt ein wunderschöner Wanderweg, von dem man auf die vielen Inseln drumherum eine tolle Aussicht hat. Lange saß ich dort, bis es doch zu kalt wurde.

Den Abend verbrachte ich bei angeregtem Gespräch mit zwei Bremer Jungs.

Am folgenden Morgen ereilte uns dann der Alltag einer hübschen Hafenstadt: die „Mein Schiff“, die ich schon aus dem Geiranger kannte, hatte angelegt ind 7.30 kurvte der erste Bus neben uns herum. Zwölf Busse insgesamt brachten die Massen vom Tourifrachter herauf. 

Interessante Dialoge entstanden:

Starrender Blick einer älteren Dame – fragender Blick von mir zurück – “ Ich gucke nur, weil sie Deutsche sind.“ – „Aber sie sehen doch jeden Tag jede Menge Deutsche.“ – „Aber sie sind mit dem Auto hier.“

Als ich draußen sehr dicht an meinem auf Kante geparkten Bussi frühstückte schafften es immer wieder Schifffahrer, sich in meinem Nacken dazwischen zu schieben. Zu sehen gab es da nur mein Tischchen. Genau das war spannend und regte zu Kommentaren an, deren Sinn sich mir morgens 8.00 nicht erschloss.

Zehn Tage von Kiel zum Nordkap und zurück, für 2600,- ,+ Ausflüge wie diesen. Naja, vielleicht wird mir das irgendwann  Leben mal gefallen. 

Diesmal packte ich das Bussi und rollte hinunter zu einer Marina, setzte das Kajak ein und paddelte den ganzen Tag um und durch fünf Inseln. Eine lange Pause an einem perfekten Campplatz, warten auf die Wende der Tide und dann ging es zurück zur Marina. Wieder frischte am Nachmittag der Wind auf ind ich hatte es mit lustigen kurzen Wellen zu tun: Westwind gegen ablaufendes Wasser.

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