Bei schönstem Wetter wachte ich von der Wärme der Sonne auf. Das erste Mal auf dieser Tour.

 Draußen war es frisch und leider auch windig. Ich fuhr nach meinem ersten sonnigen Frühstück! zügig los, um in den schicken Fjord zu kommen. Dort war ich mit den Schlafnachbarn zum Paddeln verabredet, wollte mir für die Fahrt aber ganz viel Zeit lassen.
An den Aussichtspunkten standen schon die Busse, unten im Wasser lagen zwei der riesigen Touri-Frachter. 

Und, ganz bemerkenswert: es scheint die Sonne!

Parken am Supermarkt, direkt am Anleger war unkompliziert. Boot runter, Sachen zurecht machen, einen Kaffee trinken… Dann hielt ich es nicht mehr aus und paddelte schon mal los.

Zunächst mal um die Riesenpötte herum, dann gemütlich an der hohen Felswand entlang. Die Wellen der Fähren hielten sich in Grenzen. Nervig waren die kleinen Sightseeing-Flitzer. Sie dröhnen und fahren Schlenker, Kurven, Kreise. Vorne drauf, fest angeschnallt und in dicke Jacken und Schwimmwesten verpackt, die „Kunden“.

Neben den Ausflugsschiffen und den regulären Fähren kam auch ein Schiff der Hurtigruten vorbei. Alle pusten ziemlich viel Qualm in die Luft.

Weiter im Fjord wurde es ruhiger. Irgendwann war ich ganz allein und hatte diese wunderbare Stille um mich: ein bisschen Wind und ein bisschen Wasserrauschen. Und da tauchten doch tatsächlich neben mir zwei kleine Wale auf! Sicherlich Schweinswale. Und gleich darauf waren sie wieder weg. Bilder kommen noch. Ich hab sie zwei Sekunden lang auf Video 🙂

Nach etwa 10 km kehrte ich um und ließ mich treiben. 

Nett wäre gewesen, bis Hellesylt zu paddeln und mit der Fähre zurück zu fahren. Leider hatte ich mein Geld im Auto gelassen.

Austernfischer:
Unterwegs traf ich auf meine heutige Paddelgruppe 🙂 und wir bummelten von den Sieben Schwestern gemeinsam zurück nach Geiranger.

Der zweite beste Teil des Abends folgte auf dem Campingplatz, wo die vier Mitpaddler übernachteten: Pizza vom eigenen heißen Stein. Mnjam! Ich war mehr auf die Gespräche und das Essen konzentriert. Für ein Foto hat es nicht mehr gereicht.

Abends liefen die beiden Dampfer aus. Jeweils mit großem Getute und Böllerschüssen. Es ist eine andere Welt…

Am nächsten Morgen lief schon gleich der nächste in den Hafen ein und entließ seine Passagiere in die Busse, mit denen sie zu den Aussichtspunkten gekarrt wurden. Die Cafés am Hafen füllten sich innerhalb von Minuten.

Ich verabschiedete mich mit einem Foto von der Adlerstraße.

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