Windstill und vernebelt kam der Morgen.
image

image

image

Die Bachstelze, die im Gebälk des kleinen Häuschens nistete hatte sich mit mir abgefunden und fütterte auch, wenn ich davor saß. Schön!
Entspannt paddelte ich auf glattem Wasserspiegel los. Und so blieb es den ganzen Tag.
In Strodehne traf ich den ersten Wanderpaddler seit dem Spreewald. Nachdem auch noch zwei Paddler aus Berlin dazu kamen riefen wir das „Erste Wanderpaddlertreffen Strodehne“ aus. Der eine paddelte die Saale, bei Barby in die Elbe und über die Havel nach Hause nach Berlin. Die anderen starteten in Schmilka und kommen ebenfalls über Elbe – Havel nach Hause nach Berlin.
Und ich hörte endlich mal kein „Was, sooo weit?“ und „Ganze alleine?“ Ganz normal: Wanderpaddler, die mehrere Wochen unterwegs sind. Und ob Frau oder Mann ist hier im Osten sowieso egal.

Die Havel zeigte sich von ihrer schönsten Seite. So viel Gezwitscher, Raubvögel, springende Fische und jede Menge Landschaft! Ich ließ mich zu einer langen Mittagspause mittendrin verführen und ignorierte die Gewitterwarnung.
image

image

Einen einzigen Minuspunkt gab es. An der Schleuse Garz wollte mich die Schleusenwartin, bei der ich mich telefonisch angemeldet hatte, 45 min warten lassen. Nachdem ein Motorboot von unten kam ging es plötzlich sofort. Am Schleusenausgang versteckte sich ein Wasserschutzpolizist und checkte, ob ich auch erst bei Grün ausfuhr. Dann noch die Kontrolle des Bootsnamens. Schon lustig, wie er da so um die Ecke linste, ob auch wirklich schon Grün war…
Mein Pakboat heißt ganz unspektakulär Biki, ein laminierter Ausdruck, festgebunden an der Deckstasche, reicht.

17.00 Ankunft in Havelberg bei schönsten Gewitterwolken
Stadtspaziergang, Dombesichtigung, Einkaufen
18.40 Weltuntergangsgrollen und Regen
image

Kinderspielzeugladen: erste Reihe in den Auslagen
image

Advertisements