Nach zwei langen Paddeltagen hatte ich mir nicht viel vorgenommen: nach Potsdam wollte ich. Auf der Strecke ist die Havel meistens ziemlich breit. Mit Stefan bin ich damals am Ostufer gefahren. Diesmal, um den Windböen zu entgehen, nahm ich das Westufer. Klappte ganz gut, aber ab und zu musste ich doch über weitere Flächen. Nicht schön, wenn der Wind von vorn kommt. Egal: stur und gleichmäßig weiter paddeln, irgendwann ist man ja drüben. Nur einmal gab es heftigere Kabbelei mit Gischt auf den Wellen. Da war ich aber nicht weit vom Ufer weg und das Pakboat ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen. Ziemlich luvsüchtig ist es leider, sodass ich über zwei Kilometer zur Einarmpaddlerin wurde.
Die Segler knallten mit hohem Tempo an mir vorbei – ich glaube, die hatten ihren Spaß an dem Wind. Leider kam die Sonne gar nicht raus. So konnte ich aber auch, ohne zu schwitzen, den ganzen Tag in voller Ausrüstung bleiben und auch die Schwimmweste störte nicht.
In Kladow bot sich am schönen Kajakanleger eine Pause an. Der REWE ist nicht weit, Imbiss gibt es direkt am Hafen und die Wasservögel sorgen für Unterhaltung. Irgendeiner füttert ja immer.

Von  Tiefwerder nach Potsdam sind es 20 km, noch zwei mehr bis zum Kanuverein. Direkt neben der Innenstadt liegt allerdings der 1. Potsdamer Angelverein. Fragen bildet und schon hatte ich einen sehr angenehmen Zeltplatz für mindestens zwei Nächte mit Blick auf die Havelbucht. Zehn Minuten Fußweg in die Stadt, Dusche, Bungalow, Bootswagen – alles war gut. Der Hafenmeister ist ein lieber und lustiger Typ, bei ihm treffen sich alle mit Gesprächsbedarf. Abends ging ich bei ihm vorbei und hatte einen freundlichen Tagesabschluss.

Elf Tage und besonders die zwei langen letzten Paddeltage machten nun eine Pause nötig. Hier passt das gut.

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Feuer darf man leider nicht machen, also kam der Proteinnachschub in die Pfanne und die Kohlenhydrate unMineralstoffe aus der Dose. Boah, hatte ich Hunger!

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Während der normalen Paddeltage esse ich eher wenig, trinke nur und falle abends nach einem Brot auf die Matte. Wenn ich gerade grillende Sachsen treffe…

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