Heute wollte ich nur 25 km paddeln …
Nach dem Check der Wetter- und Windvorhersage nahm ich auch noch den Müggelsee in Angriff, um dem starken Wind morgen zu entgehen. Platt aber erfolgreich kam ich nach 35 km am Westufer an und hoffte auf eine Übernachtungsmöglichkeit bei einer Seglergemeinschaft. Kanuten gibt es erst weiter durch einen am Sonntagabend stark befahrenen Kanal in Köpenick. Das hätte ich nicht mehr geschafft.
Da ich ja gestern über Begegnungen geschrieben habe heute noch eine Geschichte dazu.
Interessant waren die riesigen Unterschiede, wie hier eine Paddlerin aufgenommen wird. Total nett und unkompliziert durch Vorstandsmitglieder, die gleich Räume und Küche zeigten, ignoriert durch hoch motivierte Segler und offen unfreundlich angegriffen durch weibliche Vereinsmitglieder am Abend. „Küchennutzung geht ja gar nicht, das ist ja alles unseres.“ Vielleicht sollte man sich im Verein mal über das Konzept „Gästeaufnahme“ austauschen.

Aber die Lage ist toll, mein Zelt steht mit Blick zum Sonnenaufgang, das Störtebeker-Bier war echt lecker und ich werde super gut schlafen nach dem langem Tag.

Und wie schlägt sich nun das Pakboat bei Wellen? Es eiert herum und Wasser schwappte darüber, auch schon bei kleinen Wellen. Mehr passiert nicht. Ich fühle mich sicher. Eine große über schlagende Welle eines schnellen Bootes habe ich zum Glück früh genug bemerkt und das Boot frontal gestellt: problemlos.
Bin also erstmal zufrieden. Mal sehen, wie es dann auf den Havelseen wird.

Hier paddelt übrigens kein Mensch mit Schwimmwesten. Ich hab extra vorher angelegt, um mich ordentlich anzuziehen, Weste drüber, Verdeck kontrolliert. Das halte ich nicht für übertrieben. Das Wasser ist noch kalt und der See groß. Bin ja auch fast mittig rüber.

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