Morgens um 8.00 startete der Umzug, zu dem wir extra wieder in Chiang Mai sein wollten. Wir rollerten pünktlich von unserer in ländlicher Umgebung liegenden Übernachtung los, checkten in Chiang Mai ein und suxhtenunseinen schönenBeobachtungspunkt. Direkt am Absperrgitter fanden wir einen guten Platz. Dachten wir. Eine Stunde später waren weitere sechs Reihen vor uns entstanden. Chinesische Gruppen bauten die Straße fast komplett zu. Der Zug begann und für jeden Wagen mussten die Ordner Platz schaffen. Kein schöner Job.
Der Blumenumzug war eine Reihe von LKW mit Aufbauten wie beim Karneval, nur alles mit Blüten besetzt, thematisch unterschiedlich mit Erklärungen durch den Lautsprecher und mit Personen, die oben drauf saßen. Zwischendrin ebenfalls Karneval: Blasorchester, Marschmusiker, Trommler und dazu farbenfroh gekleidete Tänzer, traditionelle Winker und gelangweilte Geher.
Nach zwei Stunden strahlte die Sonne in die Straße und wir verkürzten unsere Wartezeit, indem wir dem Zug entgegenliefen. Das war gut, er war noch lang. Gegen Mittag kam unspektakulär der letzte Wagen und alles löste sich auf. Wir suchten uns ein Café und genossen unseren täglichen Eiskaffee.
Den Rest des Tages verbummelten wir in der Stadt, organisierten unsere Weiterfahrt und fanden ein sehr gutes vegetarisches familiäres Lokal, in dem wir den Abend verbrachten.
Mit unserem Gute-Nacht-Bier setzten wir uns auf die Terrasse unseres Hotels. Ich hatte sofort die Hauskatze auf dem Schoß und genoss die kuschelige Wärme auf dem Bauch. Sie fand es wohl auch ganz ok und maunzte klagend, als ich ins Bett gehen wollte. Ein witziger Nachtportier übte mit uns sein Deutsch und unser Thai. Er sorgte mit seinen Späßen dafür, dass alle Hotelgäste mit einem Grinsen das Haus verließen.

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