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Kajaktouren mit Gummirafts werden hier recht häufig angeboten. Die Flüsse sind jetzt in der Trockenzeit eher zu leer als zu voll. Mit den Gummirafts können das auch Ungeübte. Die Cave Lodge organisiert 35 km-Fahrten auf Hong und Pai. Wenn man am Abend bisschen rumfragt und ein-zwei Tage Geduld hat bekommt man auch die 5 Leute zusammen, die für eine Gruppentour gebraucht werden.

Ich wollte das gerne ausprobieren und meldete mich an. Ein deutsches und ein amerikanisches Paar hatten auch Interesse und so starteten wir morgens 8.00 mit einem Pickup zum Susa-Wasserfall. Die Strecke kannte ich ja schon: wilde Sandpiste und viele Kurven. Uns ging es hinten auf der Ladefläche nur so mäßig gut. Endlich waren wir da und schauten uns um, ob die Gibbons schon Angriffe starteten, vor denen wir gewarnt waren. Stöcke zur Abwehr lagen bereit. Aber sie hingen nur oben in den Bäumen und beobachteten uns. Frühstück war sicher wichtiger als wir Figuren hier unten.

Die Rafts wurden eingesetzt, wir zogen uns um und saßen innerhalb kurzer Zeit schon auf den Gummiwülsten. Die Paare fuhren je ein Doppel, ich hatte einen der Guides als Steuermann. Darüber war ich nicht unglücklich. Ich kannte den Fluss nicht und die 35 km können im Einer lang werden. Them war ein souveräner erfahrener Paddler, ich konnte gut damit leben, nicht die Richtung zu bestimmen und wir hatten einen netten Tag zusammen. Englisch sprach er nicht. Der zweite Guide im Einer kümmerte sich um die Doppelkajaks, die sich munter in der geringen Strömung drehten.

Gleich auf den ersten Kilometern in einer der ersten Rapids gab es einen Schwimmer, der aber gleich wieder eingesammelt wurde. Schnell war der Fluss nicht, hatte aber nette Stromschnellen. Der geringe Wasserstand sorgte für viele steinige Hindernisse, um die man manövrieren musste. Sonst wanden sich die Gummiwürste um die Steine und klemmten sich fest.

Zwei-drei Katarakte waren länger als 100 m, manche auch steiler und schneller und zwei wurden vom Guide besonders erklärt und eine klare Route angewiesen.

Mittagspause machten wir am Zusammenfluss des Hong mit dem Pai. Das Flussbett wurde breiter, der Strom langsamer, die Rapids heftiger.

Unterwegs sahen wir mehrere Eisvögel, Gibbons und eine Schlange am Ufer. Alles eher unaufregend, aber ein schönes Landschaftserlebnis mit Schleierwasserfall, Berghängen und Felswänden. Gibbons sind toll!

Leider haben mich während der Tour mehrere verschiedene Insekten gestochen und gebissen. Drei der Stiche sind nun dick und heiß geworden und jucken bzw. tun weh. Das nervt und darf bitte bald verschwinden.

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