Wir verabschiedeten uns im Guesthouse Lakeside, ließen es im Cafe „mom and son“ gemütlich angehen und genossen zum Frühstück ein Chickenbaguette mit hausgemachten Brötchen. Lecker. Gegenüber wurden die Mitarbeiter der Müllabfuhr zur Arbeit mit einem gelben Transporter eingesammelt.

Dann rollerten wir auf gut geteerter, sehr kurviger Sraße weiter nach Norden. Rechts und links boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die weite Bergwelt voller Wald und brauner Felder. Ab und zu gab es kleine Verkaufsstände der Dörfler und vor allem an den Aussichtspunkten gab es lange Reihen von Verkaufsständen. Erwerben konnte man neben Knabberkram und süßen Getränken viel Handwerkliches der Bergvölker. Ich mag die bunten Tücher, Taschen und Kleider sehr. Mitnehmen kann ich nichts davon. Müsste es ja noch zwei Monate herumtragen.

Unterwegs bogen wir ab zum Susa-Wasserfall. Wir passierten ein chinesisches Dorf und die dazugehörigen Felder. Über eine schmale sandige steile Rauf-und-Runter-Straße schlängelten wir uns durch den Dschungel.

Im Marktflecken Pang Mapha, früher Soppong, bogen wir auf die Nebenstraße nach Tham Lot. Dort befindet sich eine bekannte und gut angelegte Höhle, durch die ein, jetzt in der Trockenzeit kleiner, Fluss fließt. Quasi daneben kann man in der Cave Lodge in Bungalows nächtigen und die nette Terrasse und das gute Essen genießen. Das taten wir auch und blieben zwei Tage länger hier hängen als geplant war.

Am Ankunftsnachmittag liefen wir zur Höhle. Man muss eine Führerin mit Karbidlampe und einen Floßfahrer mit Bambusfloß buchen. Dann besichtigt man drei Kammern mit schönen verschiedenen Formationen. Dazwischen wird man auf dem Fluss mit dem Floß geschippert. Wir sind mit zwei Brasilianern unterwegs. Leider wird trotz kleiner Gruppe sehr zügig treppauf und treppab und durch die Dome geführt. Zum Betrachten und Verweilen bleibt bei solchen Besuchen zu wenig Zeit. Deshalb liebe ich die eigenen Entdeckungstouren so sehr. Dabei kann man sich richtig Zeit nehmen und staunen.

Am Ende der Höhle gingen wir noch ein bisschen spazieren, besuchten eine kleine Meditationshöhle und ein kleines Kloster mit neu gebautem Buddha unter blauer Plane. Dann kehrten wir zum Höhlenausgang zurück und ich ging noch einmal allein in eine Kammer. Sooo schön, die Ruhe und das kleine Licht zu genießen.

Bei Sonnenuntergang begann dann ein Vogelspektakel. Tausende Mauersegler kreisten über dem Fluss. Sie fielen in Scharen in die Höhle ein und suchten sich einen Schlafplatz. Einer von ihnen hatte sich wohl verschätzt und plumpste über mir gegen die Felsen und auf den Boden. Der Arme. Zuerst gucke er noch verwirrt, fiel plötzlich um und regte sich nicht mehr.

Kurze Zeit später gesellten sich zu den Mauerseglern in der Luft die vielen Fledermäuse aus der Höhle. Sie strebten in die Gegenrichtung, um auf die Jagd zu gehen. Es war ein irres Kreischen und Pfeifen. Ich stand in der Höhle und hatte das Gefühl, alles flattert um mich herum. Federn und Staub erfüllten die Luft, ich verzog mich unter einen Felsvorsprung, um den herunterkleckernden Häufchen auszuweichen.

Nach über einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg. In der Luft blieb es immer noch trubelig, aber es war schon ziemlich dunkel. Im Schein der Taschenlampen liefen wir um den Höhlenfels herum zurück zu unserer Lodge. Zum Glück war Vollmond und die Silhouette der Bäume gut zu sehen.

Zurück an der Lodge freuten wir uns über eine wirklich heiße Dusche und schliefen nach einem scharfen Thai-Abendessen gut im Bambushäuschen hoch über dem Fluss.

Da ich hier vom Tablet immer ziemlich große Bilder lade ist mein Speicherplatz bei wordpress inzwischen gefüllt. Ab sofort gibt es alle Bilder daher per Klick bei flickr zu sehen. Das sollte ohne Anmeldung dort funktionieren. Die Bilder könnt ihr als Videoshow oder einzeln anschauen. Sagt Bescheid, wenn es nicht klappt.

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