Der Tag begann mit einem Besuch der Komot-Höhle. Mit einem Songthaew fährt man die letzten Kilometer auf den Berg. Über einen künstlichen Eingang und über einige Treppen gelangt man mit der Führerin in mehrere Kammern. Hier wachsen Kristalle! Keine Stalaktiten und -niten, sondern großflächige Kristalle. Das ist in Südostasien einzigartig. Leider kriegt man sie unheimlich schlecht aufs Bild und blitzen ist verboten. Schon nach 20 Minuten war die Führung vorbei, wir mussten viel zu schnell wieder raus.

Über viele Kurven schraubten wir uns weiter nach oben. Richtung Westen sahen wir die hohen Bergketten Burmas, überall sonst sandig-braune Berge, grün bewaldete Berge, schwarz abgebrannte Berge.

Auf einem davon strahlte uns ein goldener Chedi entgegen. Hier verputzten wir unsere tägliche Ration Mandarinen und genossen die idyllische Ruhe im blumigen Garten des Meditationshauses.

Nachdem wir uns gut an unsere Rollerchen gewöhnt haben wurde es nun schotterig. Von den insgesamt 160 Kilometern waren etwa 40 km asphaltfrei, der Rest schmal, kurvig und sehr holprig. Auf wenigen Abschnitten wurde gebaut. Ein großer Teil war Sand- und Steinpiste, ein Teil schien früher mal asphaltiert gewesen zu sein. Weitere wenige Kilometer waren gepflastert oder Plattenstraße. Kaum mal ging es geradeaus. Immer schlängelte sich der Weg an Berghängen entlang und ging steil rauf und runter. Die Roller kämpften sich durch, das Fahrwerk hatte gut zu tun.

Nur wenige Menschen trafen wir. Ganz selten mal fuhren wir durch ein Dorf, dort winkte meist jemand oder schaute sich verwundert um. Freundlich waren hier die Menschen, sehr einfach ihre Holzhäuser und sehr staubig ihre Straßen.

Ziemlich platt kamen wir in Mae Chaem an und bezogen unser großes sauberes Zimmer direkt über dem 7/11, in dem wir uns schnell noch versorgten. Vor dem Laden stand ein fröhlicher Hähnchengriller, der uns gerne das Abendessen einpackte. Mit Chang und Reisbällchen saßen wir dann zufrieden auf unserer Terrasse und schauten der rötlichen Färbung des Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands, beim Sonnenuntergang zu.

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