Nachdem an den letzten Tagen das Laufen so gut ging und die Touren immer weniger schlimm waren als die Thai sie angekündigt hatten wagte ich es, mich zur Fahrt zu dieser Höhle anzumelden. Ich wollte das gerne als Zweitagestrip machen und auf dem See übernachten.

Morgens wurden wir wieder mit dem Kleinbus abgeholt, fuhren zum Pier, mit dem Boot über den Stausee, diesmal aber in einen anderen Arm. Und noch etwas war anders. Es regnete und war sehr bewölkt. Schlecht, wenn man in eine Höhle will, durch die ein Bach läuft, der bei Regen anschwillt. Schön, weil die Stimmung auf dem Wasser und über dem Dschungel eine ganz spannende ist. Also mal sehen, was der Guide sagt. Der Busfahrer war auch der Bootsfahrer und auch der Guide für die Höhle. Und er machte seine Sache super. Achtete sehr auf jeden Einzelnen, hatte alles gut vorbereitet, kannte sich aus und wusste genau, wo Tiere zu finden waren. Und er machte Späßchen.

Unsere Fahrt ging zunächst zu unseren Bungalows auf dem Wasser. Wir zogen ein, konnten baden und paddeln, dann gab es auch schon Mittagessen. Mit dem Boot fuhren wir zum Einstieg, der völlig versteckt in einer winzigen Bucht lag. Von dort liefen wir eine Stunde auf matschigem Weg, durch Bäche und Bambuswald. Meine Schuhe waren ja eh noch nass und ich war froh, feste Schuhe zu haben. Schön war es hier. Am Ausstieg der Höhle ließen wir alles Unnötige zurück und liefen nochmal 30 min bis zum Einstieg. Dort bekamen wir gute Kopflampen und liefen nun in der Höhle dem Wasserlauf nach.

Zunächst war es nicht besonders tief, wir kletterten an den Seiten vorwärts und wurden nur selten nass. Man konnte gut sehen, wie sich hier ein starker Fluss Platz mitten durch den Stein geschaffen hat. In der Regenzeit ist hier wohl alles voll mit Wasser. Kurvig ging es durch hohe Dome, an Seitenarmen vorbei und unter wunderschönen Stalaktitenformen hindurch. Spinnen und Fledermäuse fanden wir, dazu kleine schwarze Fische und einen völlig farblosen Molch. Sehr sehr faszinierend, und eine Standardtour, die viele Touris machen.

Das Wasser wurde tiefer, wir zogen bis auf den Bikini alles aus und packen die Klamotten auf den Kopf unter die Stirnlampengummis. Zeitweise mussten wir schwimmen, manchmal bis zur Brust im Wasser waten. Zweimal wurde es richtig eng, zweimal ließen wir uns am Seil ausgewaschene schmale Spalten hinunter. Spannend war es immer. Unser Big Man passte gut auf uns auf und half, wo es nötg war. Meine Guesthouse-Mädels hatten ihm gesteckt, dass ich nicht gut laufe. Immer wieder sicherte er, fragte nach und motivierte. Aber es machte auch richtig Spaß im kalten Wasser zu plantschen.

Auf dem Rückweg waren wir alle ziemlich platt und froh, an den Bungalows ausruhen zu können und Abendessen vorgesetzt zu bekommen. Danach lud uns der Guide noch zu einer Nachtsafari mit dem Boot ein, zu der sich, auch wegen des Regens, nur noch wenige aufraffen konnten. Er wusste, wohin wir fahren mussten und so konnten wir Tukane, Languren, einen kleinen schwarzen Bären, einen Uhu und einen Seeadler beobachten.

Die Nacht war erstaunlich ruhig, ich schlief super. 6.00 ging es gleich nochmal auf’s Boot und nun sahen wir jede Menge Tukane und tobende Affen.

Nach dem Frühstück machte ich mich allein nochmal per Kajak zu den Languren auf und genoss es sehr, ihnen in Ruhe zuschauen zu können und ihren Rufen zu lauschen.

Dann packten wir die Sachen und fuhren mit unserem Longtailboot zum Startpunkt einer weiteren Treckingtour. Allerdings lief da nur noch die halbe Gruppe mit. Die andere Hälfte badete, bummelte und sonnte sich. Wir spazierten ein Stückchen durch den Wald und untersuchten den Boden und die Blätter. Jede Menge Insekten, Ameisen, Spinnen waren zu finden.

Zurück am Boot genossen wir nochmal die Fahrt durch den Nationalpark und die interessanten Wolken.

Den Weihnachtsnachmittag verbrachte ich in dem schönen Resort am Bach und traf mich abends mit zwei indonesischen Tourmitgliedern. Es war richtig schön, wir hatten ein gutes Essen vom BBQ und es wurde doch spät, bis wir in unseren Bungalows verschwanden.

Bilder kommen noch, das Netz hat heute zu viel zu tun.

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