Früh ging es los mit einem Shuttlebus vorm Guesthouse. Das klappt ja immer, Organisation können die Thai. Wir fuhren nach Phanom, wurden am Markt kurz rausgelassen, um uns zu versorgen und waren 20 min später schon am Pier des Ratchaprapha-Stausees. Nationalparkticket kaufen und ab aufs Longtail-Boot. Das dann aber nicht starten wollte. Mit Überbrückungskabel ließ sich der Motor doch noch überzeugen.

Über den Stausee fuhren wir etwa eine Stunde, bewunderten die Kalksteinfelsen, Buchten und den dschungeligen Bewuchs und kamen an schwimmenden Bungalows an. Dort war Zeit zum Baden, Faulenzen und Paddeln. Paddeln lohnt aber kaum. Um an interessante Stellen zu kommen bräuchte man mehr Zeit. Bald gab es Mittagessen: gebratener Fisch, Reis, Omelette, Currys, Obst. Mnjam!

Mit vollem Bauch mussten wir aber doch irgendwann los. Zunächst nochmal ein Stück im Longtail, dann stiegen wir aus und einen Trail bergauf. Drüben wieder runter und waren nach einer knappen Stunde bei den Flößern, die uns über einen weiteren Wasserarm brachten. An der Steilküste auf der anderen Seite lag versteckt der Eingang in die Coralcave.

Unterwegs zeigte uns der lustige Guide jede Menge großer Spinnen. Manche waren in Löchern versteckt. Immer waren sie handtellergroß, meistens behaart. Brrrr! Languren gab es auch wieder, verschiedene Schmetterlinge, und eine erschreckte Schlange beeilte sich, Abstand zu bekommen. Laut und durchdringend wie immer waren die großen Zikaden zu hören. In den ersten Tagen dachte ich ja, das wären elektrische Geräusche oder ein Wasserwerk oder so. Sehr beeindruckend.

Für die Wanderung konnte man Stöcke ausleihen, was ich sehr gerne tat. Geht doch viel besser, wenn das Knie ein bisschen Hilfe bekommt. Der Weg war leicht und auch nicht zu steil.

Die Höhle war sehr leicht zu begehen, auch nicht besonders groß. Aber wirklich sehr schön. Es gab viele verschiedene Stalaktitenformen zu betrachten. Eine Besonderheit war der Riss in einer Säule, der wohl vor langer langer Zeit durch ein Erdbeben entstanden und inzwischen wieder zugtropft ist.

Nach etwa einer Stunde kletterten wir zurück auf das Floß, wanderten den gleichen Weg zur Bucht, holten an den Häuschen zurückgebliebene Höhlenverweigerer ab und genossen die Rückfahrt auf dem Boot. Inzwischen war es sehr wolkig, über den Felsen gab es interessante Strahlenbilder zu sehen.

Ein gemütlicher abwechslungsreicher Tag, der mich abends schlafbereit ins Bett meines Bungalows fallen ließ.

 

 

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