Mein Zimmer hat mich in dieser Nacht sehr glücklich gemacht. Nach der lauten Nacht in Phang Nga war es hier völlig ruhig, klimatisiert und so wunderbar sauber. Die warme Dusche habe ich genossen und startete ich nach dem Frühstück in einer französischen Bäckerei auf Erkundungstour um die Insel. Zuerst zum Wat Chalong, dann über schmale Waldpisten weiter zum großen sitzenden Buddha. Dabei kam ich an einem Elefantencamp vorbei, an dem gerade die Tourihorden aufgeladen wurden. Nichts für mich. Am großen Buddha wurde gebaut, innen war daher nichts zu sehen. Aber der Blick über die Insel war toll.

Das Navi meinte, einen prima kurzen Weg runter an die Westküste zu kennen. Die Fahrt endete damit, dass ich den Roller die steinige schlammige Piste hinunter führte. Aufsitzen ging nicht mehr, Reifen und Bremsen waren mit dem rutschigen Gefälle überfordert. Naja, irgendwann war ich unten und konnte den tollen Straßenverkehr von Karon und Kata erleben. Da mag ich doch lieber steinige Waldpiste.

Südlich von Kata wurde es landschaftlich gleich wieder netter. Zwei schöne Aussichtspunkte mit Affen und leider einem gefangen gehaltenen Seeadler gaben Pausenplätze ab. Am kleinen und ruhigen Yanui Beach verbrachte ich die Mittagszeit.

Dort lernte ich ein deutsches Paar kennen, das gerade an seinen Salzbrezeln mümmelte. Sie gaben mir die Adresse einer deutschen Kneipe und dort erfuhr ich auch, wo ich Leberwurst kaufen konnte. Da gab es ja noch so ein offenes Bedürfnis bei mir…

Und tatsächlich: die Leberwurst war perfekt, saure Gurken gab es auch und das frische richtige Brot grad um die Ecke. Ein Traum! Klingt ziemlich albern, aber nach 6 Monaten Reis war das wirklich ein Geschmackserlebnis.

Auch ein besonderes Erlebnis war es, zum Sonnenuntergang mit sehr sehr vielen anderen nach Phuket  Town zu fahren. Die vierspurige Schnellstraße war voll. Anstrengend und nervig, aber irgendwann geschafft.

 

 

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