Von Singapur flog ich mit einer Propellermaschine morgens früh nach Yangon. Ziemlich turbulent ging es zu in der Luft und unter uns konnte man die Rauchwolken der Brände in Indonesien sehen.
In Yangon traf ich schon am Gepäckband ein französisch-australisches Paar, mit dem ich mir das Taxi in die Stadt teilen konnte. Erste Anlaufstation war das Novotel, ein Luxusschuppen mit Pool, Sauna und allerlei Schnickschnack im Zimmer. Die zimmereigene Kaffeebar und den Pool auf dem Dach probierte ich gleich aus. Gegen Mittag fuhr ich dann mit dem Taxi nach Downtown. Der supernette Taxifahrer brachte mich wunschgemäß zu einem lokalen Restaurant. Das hätte ich als solches gar nicht wahrgenommen. Er brachte mich rein und ich wurde sofort lieb umsorgt, zeigte, was ich essen wollte und bekam ein leckeres Mittagessen aus Reis mit allerlei Gemüse und Fisch. Gekocht von der netten dicken Dame und serviert vom Sohn. Danach ließ mich durch die Straßenzüge treiben. Hier kann man innerhalb kürzester Entfernungen eine Moschee, die buddhistische Sule-Pagode, einen Hindutempel, eine katholische Kirche und eine jüdische Synagoge besuchen.
Von dort lief ich weiter nach Chinatown. Zu Mittag war da aber noch nicht so viel los. Deshalb bog ich ab und suchte mir eine Bushaltestelle an der Straße zur Shwedagonpagode. Zwei Frauen halfen mir, den richtigen Bus zu erwischen, den Fahrpreis kannte ich aus dem Reiseführer und konnte ihn passend in die Hand des Busbegleiters drücken. Er sagte mir dann auch Bescheid, wo ich raus musste. Alles ganz unkompliziert. Zuerst schaute ich mir die benachbarte Pagode Maha Wizaya und den Turtle Lake an und schlenderten dann rüber zur Shwedagonpagode. Außen herum konnte ich alles in Ruhe anschauen, innen rein wollte ich mit der Gruppe am nächsten Tag gehen.


Bald war es Zeit, zurück zum Hotel zu fahren, dort wollte ich meine Reisegruppe treffen. Genau gleichzeitig kam ich mit dem Bus dort an, alles passte. Wenig später fuhren wir gemeinsam in die Stadt und nun war auch Leben in Chinatown. Nach einem Gassenbummel blieben wir in einer kleinen Gruppe dort und ließen uns an einem der vielen Straßenrestaurants gut versorgen.

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Am folgenden Tag ging es schon mit der Gruppe im kleinen Bus auf Besichtigungstour: Sulepagode, Bootsfahrt, Bahnfahrt, Markt, Shwedagonpagode bis in den Sonnenuntergang – volles Programm. Ein kleines bisschen Alltagsleben ließ sich bei der Bootstour erfahren. Aber es ist etwas völlig anderes, wenn zwanzig Langnasen nacheinander vorbeischlendern. In einen Kontakt über Verkaufsangebote hinaus kommt man nicht. Das wird mir in den nächsten Tagen sehr fehlen.
Die große Pagode war natürlich sehr beeindruckend. So viel Gold, das hier verbaut worden ist. Und so viele arme Menschen drum herum, die das Geld gut gebrauchen könnten. Aber das ist ja in jeder Religion das Gleiche. Neben uns wenigen westlichen Touris schlenderten sehr viele Burmesen über den Platz und auch viele Mönche waren zu Besuch.

Tag DreI brachte uns zum Goldenen Felsen. Beeindruckend waren an diesem Tag die letzten Kilometer, die wir auf der Ladefläche eines Trucks kutschiert wurden. Eine spannende Kurvenstrecke zum Teil steil bergauf schaukelten wir von Kin Pun mit tollem Blick in die dschungeligen Berge zum Basiscamp von Kyaiktiyo und weiter bis zum Felsen. Hier wäre wandern auch schön.
Nach dem Einchecken schauten wir uns den Goldenen Felsen an. Jede Menge Trubel war hier: buddhistische Familien verbrachten hier wohl ihren Tag, Mönche liefen herum und natürlich konnte man alles zum Leben und zum Beten kaufen.
Den Sonnenuntergang schaute ich mir von einer Plattform weiter weg an. Wunderschön, wie sich die letzten Strahlen im Sittaung-River spiegelten. Rundherum liegt das Grenzgebirge zu Thailand.

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