Mein nächstes Ziel von Ubud aus wurde Amed im Osten der Insel. Die Strecke dorthin führte zwischen den großen Vulkanen hindurch. Unterwegs gab es mehrere interessante Tempel zu sehen. Das Bergland war erstaunlich dicht besiedelt und die Straßen gut ausgebaut, das heißt, sie waren asphaltiert.

In Amed angekommen war ich überrascht von der Trockenheit und der trostlosen Umgebung meines Homestay. Als Urlaubsziel würde ich mir den Ort nicht aussuchen. Die meisten kommen wohl nur zum Tauchen her. Sehr viel Müll liegt herum, im Homestay wird nur ganz minimal geputzt und nebenan wohnen Schweine, Fischer unter ihren Booten und streunende Hunde daneben. Blumen und blühende Bäume fehlten mir sehr. Fährt man ins Nachbardorf sieht es schon ein wenig besser aus. Ich habe wohl wirklich die Billigecke zum Wohnen erwischt. Wie gut, dass ich einen Roller habe und flexibel bin. 2 km waren es bis zum Schnorchel- und Tauchstrand Jemeluk mit Restaurants und Shops.

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Meine zwei Tage hier verbrachte ich mit spannenden Dingen. Zuerst wollte ich das Schnorcheln ausprobieren. Hier wurde es einem einfach gemacht. Zusammen mit dem Schnorchelset inkl. Flossen konnte man eine Strandliege mit Schirm benutzen. Am Abend hatte ich Thomas aus London und Marie aus Berlin kennen gelernt. Zusammen verbrachten wir einen echten Sttrandtag.  Ab und zu schnorcheln, lesen, essen, schlafen, faulen. Ach, so geht Strandurlaub! Das Hausriff lag gerade 50 m weit im Wasser. Dieses war wirklich warm und die Sonne brannte. Zum Glück hatte ich noch lange Sportunterwäsche dabei, die mich vor einem heftigen Sonnenbrand bewahrte. Zu sehen gab es Einiges, mein neues Hobby wird es aber nicht. Zwei weitere Schnorchelziele sind schon notiert, so lustig bunte Fische hatte ich gar nicht erwartet. Der Qualität meiner kleinen Kamera entsprechend sind die Bilder nicht brillant, eben Schnappschüsse.

Mein zweiter Tag führte mich auf einer Rollertour um den Vulkankomplex Seraya, der aus sieben Vulkanen besteht, herum. Auf schmalsten Pisten, viel ohne Asphalt und heftigen Steigungen kämpfte das Moppedchen sich durch. Manchmal waren 15 km/h das Maximum, rauf wie runter. Die Bremsen hatten gut zu tun. Die genialen Ausblicke ergänzten den Fahrspaß. Unterwegs hörte ich in einem Dorf laute Musik, hielt und wurde prompt zu einer Hochzeit eingeladen.

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Höhepunkt und schönster Platz an allen Tagen war der Affenfelsen über der Bucht von Jemeluk. Hier schauten die Touris Sonnenuntergang, nein, echte Affen gab es nicht. Aber Bier, balinesische Gitarrenspieler und Sänger und einen Traumblick auf den Sonnenuntergang hinter dem riesigen Agung. Und das Beste an meiner Unterkunft: sie liegt quasi gegenüber vom Pacha, einem Reggaeschuppen, in dem täglich Livemusic läuft…

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