Gemütlich im Homestay und in diesem Örtchen Ubud die Tage verbringen ist irgendwie ok. Aber da gehen sie so dahin und irgendwie ist mir das jetzt schon zu wenig. Es wird grad zu gemütlich. Das geht am besten mit dem Schatz, allein ist so viel Ruhe doof. Also habe ich heute Morgen mit den konkreten Überlegungen zur Bali-Rundfahrt angefangen. Das Moped taugt dafür, es muss nur einen Platz für den Rucksack geben. Und für 2 l Sprit.

Nach einigendes Kartenstudium und Zielüberlegungen sind die ersten Ziele Amed, der Vulkan Natur und die Seen an den Gunung- Vulkanen. Halt einmal rum gegen den Uhrzeiger, v.a. in den Bergen mit Abstechern ans Meer 😆 😅 Die Tageskilometerrechnung ergab, dass ich mal besser eine Flasche Sprit extra mitnehme. Homestays sollten sich finden lassen. Jetzt hätte ich zur Abfahrt am Mittwoch dann gerne noch deutlich weniger Wolken. Danach habe ich 2 Wochen auf Lombok vor.

Das Danach ist mir noch ziemlich unklar: Sumbawa, die große moslemische Insel mit dem Roller? Nicht einfach, allein zu bereisen und weit. Fliegen nach Flores, um Komodowarene zu gucken und nur das katholische Flores anschauen? Roller mieten kann dort schwierig werden.

Und heute?

Hab ich zuerst die Elefantenhöhle angeschaut. Elefanten waren da aber nie. Soll die ältestes Ausgrabung eines Tempels sein: 11. Jahrhundert, wurde aber erst in diesem Jahrhundert wiederentdeckt.

Bin ich ein Kulturbanause, wenn ich schreibe, dass mir die zufällig an der Straße zu findenden Sehenswürdigkeiten bisher alle besser gefallen als die Touri-Ziele?

Von der Höhle aus schaute ich auf die Karte und in den Himmel und entschied mich nach Süden zu fahren. Ich peilte Tideh an und fand schwarzen Sand, bunte Fischerboote, viel Sonne, rote Krebse, welliges Wasser, salzigen Wind, leckeren Fisch im Warung und natürlich einen kleinen Tempel. Badestrand war das nicht, Englisch konnte hier keiner, dafür war es wunderbar nett, mit Händen und Mimik zu sagen, was ich essen möchte. Von hier sah ich auch mal die Berge, in denen ich sonst ja drin bin.

Von dort ging es wieder Richtung Norden. 30 km ließ ich mich treiben: mal rechts, mal links, tendenziell nach Norden. Kleine Wege, große Straße (heißt: 2 m breit), Baustelle mit Schlamm. Dabei fand ich zwei große schöne Tempel. Memo an mich: Tempelgeschichte lesen! An mehreren Zeremonien, die beendet waren oder vorbereitet wurden kam ich vorbei. Eine lief gerade und dort hielt ich. Worum es ging weiß ich nicht, habe nicht direkt jemanden gefunden, der englisch sprach.

Immer mal wieder werden Gewürze am Straßenrand getrocknet. Hier war es Nelke und eine runde Kapsel, die ich nicht kenne.

Irgendwann musste ich mich direkter nach Ubud orientieren. Quer zu den Tälern ist das schwer, es gibt auch Strecken ohne Übergänge. Die Osmand-Karte fand alles. Und so waren es nochmal 30 km bis ich wieder in die Stadt kam. Gut, dass ich das Tablet mit den Karten dabei hatte. Gut auch für euch, denn so gibt es Bilder bei Flickr.

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