Seit heute morgen habe ich wieder Sand in den Augen und Diesel in der Nase. Toll! Wirklich! Ist auch gar nicht viel, hier ist alles asphaltiert und nur ganz wenige Trucks fahren herum.

Denn das heißt, dass ich wieder auf nen Moped sitze. OK, nur 110 ccm, ein Roller, immerhin mit großen Rädern. Aber er fährt, hat zwei Räder und ist hier das unkomplizierteste Fortbewegungsmittel.

Roller bin ich vorher noch nie gefahren. Es geht gut, die Berge muss man mit Schwung nehmen, dann passt das. Er fühlt sich ein bisschen wie ein Spielzeugmoped an. Ziemlich winzig gegen die Enduros bei uns.

Ähm ja, und er ist rosa. Der Verleiher hatte genau die für mich. Für € 1,70 am Tag fahr ich auch ein rosa Moped 😁

Nach dem langen Flugtag habe ich es genossen, auszuschlafen und zu Fuß durch Ubud zu schlendern. Ich wohne sehr zentral gelegen in einer Sackgasse. Dadurch ist es wunderbar ruhig mit Blick in diesen schönen Garten. Absolut typisch für Bali: Haustempel, viele Götterfiguren, wunderhübsche Blumen, Teich mit Koi und Goldfischen.

Die beiden jungen Männer, die das Homestay führen sind total nett und aufmerksam, sie wuseln den ganzen Tag im Gelände und halten Ordnung, es steht immer heißes Wasser, Tee und Kaffee bereit, Frühstück ist hübsch gemacht und lecker. Alles perfekt.

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Zwei Abende war ich nun schon im Zentrum essen und spazieren. Lecker war es immer, nun geht das große Ausprobieren und Überraschenlassen los. Freu mich drauf. Den Monkeyforest habe ich besucht und einen Affen auf der Schulter gehabt. Ganz schön frech! Und wehe, man hat keine Bananen! Dann sind sie sauer.

Heute morgen holte ich den kleinen Roller ab, fuhr zum Üben meine Sackgasse einmal rauf und wieder runter und traute mich dann in den wuselige Stadtverkehr von Ubud. Links fahren, keine schnellen Bewegungen machen, es geht recht langsam. Nach Indien ist das alles easy.

So trödelte ich heute den Tag lang rund um Ubud herum, fuhr in irgendwelche Straßen und schaute, wo ich raus komme. Lustig und es sind doch schon 60 km geworden.

Der erste Stopp nach dem Tanken -gut, dass vor mir Rollerfahrer waren, denen ich abgucken konnte, wo mein Tankdeckel ist- war an Reisterrassen mit Palmenbepflanzung, die offensichtlich ein touristisches Ziel sind. Wege führten rauf und runter, Touristen stapften drin herum. Der Blick von der Kaffeeterrasse hinunter und und hinüber war super.

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Weiter fuhr ich steile schmale Straßen rauf und runter, besuchte eimen der vielen größeren Tempel, enterte einen Elefantenpark von hinten, landete im Bananenwald auf 50cm breiten Pfaden und nahm möglichst immer die schmalste asphaltierte Wegvariante. Die endete dann schon mal im Reisfeld. Dank Nexus und Osmand-Karte fand ich immer wieder eine weiterführende Straße.

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Zum Glück blieb es den ganzen Tag bewölkt. Bin nämlich brav mit Helm und Mopedjacke gefahren. War ganz gut so, T-Shirt wär zu frisch geworden.

Auf der Heimfahrt fiel mir ein kleines Restaurant am Weg auf, es gab nur einheimische Gerichte. Indonesisches Nasi Goreng, dazu Melonensaft: mnjam! Und wieder mit Blick auf die Reisfelder und Palmen.

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Bali gefällt mir!

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