Recht früh geht es los an den Pangong-See.

Erstmal ein ganzes Stück auf gerader Straße aus Leh raus, dann ab in die Berge. Über den Chang La, auch wieder etwas über 5300 m hoch, arbeiteten wir uns durch die 6-7000er Berge. Oben am Pass war es saukalt. Auf der Abfahrt begann es zu hageln, ging dann in Regen über und wurde sehr nervig. Mit offenem Helm und nicht so besonders warm angezogen quälte ich mich die Serpentinen runter. Richtig schade war, dass wir auch von den wunderbar bunten tiefen Tälern nichts sahen.

Kurze Pause, um Klamotten aus dem Auto über zu ziehen, dann gab es in Tangtse eine Esspause bei der Familie unserer lokalen Führerin. Ich war eine Zeit lang in der Küche und kommunizierte lustig mit der Mama und der Freundin. Sie zeigten mir die Küche und die wenigen Geräte, die sie zur Verfügung haben.

Und nun am Nachmittag wurde es auch wieder trocken. In weiten Schleifen ging es durch lange wurde der schöne Täler, eingerahmt von hohen, zerklüfteten und erodierten Felsen. Mäandernde Flüsschen, weidenden Pferde und Esel und das Beste: große Wiesen mit Murmeltieren. Die waren schon von Touris angefüttert und so kamen sie direkt zu uns, schnupperten herum und spielten ohne Distanz. Genial! Irgendwann mussten wir doch weiter, die Wolken waren uns auf den Fersen. Mit einzelnen Tropfen kamen wir zum ersten View auf den See. Glänzend blau und eingerahmt von weißen Bergen… Einige Kilometer fuhren wir an seinem Ufer entlang bis wir zu unserem Camp kamen. Schnell abgeladen und dann mit dem Moped gleich runter an den See. Den ganzen Nachmittag verbrachte ich am Sandstrand. Die weißen Flausch-Wolken veränderten das Schattenspiel auf den Bergen. Gegenüber liegt das Shangebirge, daneben Tibet. Die Ladakhi sagen aber nur China. Momentan herrscht hier Frieden, viele Militärstationen sieht man verlassen am Weg.

Der Blick über den See ist wunderschön, beeindruckender war aber doch die Fahrt durch die Täler. Richtung Pass zogen die dichten Wolken, vor denen wir geflüchtet waren. Inzwischen waren sie schwarz und es regnete und schneite. Ich war gespannt, wie es am Morgen aussehen würde. Hier am See blieb es zum Glück sonnig und trocken.

Sobald die Sonne verschwunden war wurde es richtig kalt. Wir verschwanden nach dem Essen und dem Tee schnell in den Zelten. Zum Glück bekamen wir wieder Wärmflaschen, sodass die Füße warm wurden und ich super gut und lange geschlafen habe.

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