An diesem Tag ging es auf den -nach indischer Meinung- höchsten Pass der Welt, den Kardung La. Morgens schon brannte die Sonne, aber es würde noch deutlich kälter werden. Auf sehr gutem Asphalt starteten wir in die vielen Serpentinen nach oben. Schön ließ es sich fahren. Wenn wir zurück blickten konnten wir die große Bergkette südlich von Leh sehen, die bis 6000 m hoch ist.

Die letzten 10 km der Auffahrt waren dann nicht mehr geteert, man musste sich gut konzentrieren in dieser Höhe. Gelegenheiten zum Halten gab es immer wieder. Die Wahnsinns Aussichten auf die Berge, hohe Schneewände am Wegrand, ein vereister Wasserfall, an dem alle Touristen Bilder machen mussten. So ein Bilderstopp ist immer sehr zeitaufwendig. Alle müssen mit allen und von jedem mit und ohne Wasserfall und mit und ohne Moped fotografiert werden. Alle freuen sich, fragen nach dem Woher und Wohin und dann geht man unverbindlich seiner Wege.

Wie hoch der Kardung La ist ist umstritten, ob er der höchsten ist auch. Auf jeden Fall ist er hoch und jede schnelle Bewegung strengt an. Nach 30 min begannen wir die unasphaltierte Abfahrt und fühlten uns in der Teestube 1000 m tiefer schon wohler.

Durch tiefe Schluchten und interessante Sand- und Felsformationen schlängelten wir uns runter bis zum Fluss Nubra. Und dann begrüßte uns auch schon die Statue des Present-Buddha von Diskit.

Die Erkältung beißt sich fest, ich bin nur müde und beschränke mich mal hier auf das Minimum.

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