Heute war der Unabhängigkeitstag der Inder. In Keylong war jede Menge los, viele Marktstände, viele viele Menschen in wunderschönen traditionellen Kleidern. Auf dem Marktplatz spielten wie schon gestern Volleyballmannschaften. Ab 10.00 wurde eine kleine Parade vorbereitet. Der Bürgermeister saß auf der Zuschauertribüne, ein besonders wichtiger Mensch wurde vom Militär  eskortiert, hisste die indische Flagge und alle in Reih und Glied stehenden Soldaten, Kinder und traditionellen Gruppen stolzierten grüßend an ihm vorbei. Eine typisch englische Parade mit viel Militär und sonnenbebrillten Gorillas lief da ab. Eine Mädchengruppe sang die Hymne und dann begann langsam das Unterhaltungsprogramm. Verschiedene Tanzgruppen und Sänger traten auf, alles verlief sehr brav und gemächlich. Rundherum waren die Tribünen besetzt mit sehr verschiedenen traditionell gekleideten Menschen. Aber auch viele moderne und junge Leute schauen zu.

Gegen Mittag wurde die Pause eingelegt. Wir nutzen sie, um uns auf den Weg zu einem Kloster zu machen. Sehr steil ging es einige Höhenmeter hinter zum Fluss Beas. Es wäre genau so steil und weit auf der anderen Seite wieder rauf gegangen. Ich begnügte mich deshalb mit dem Fluss und machte mich wieder auf den Rückweg. Meine Gelenke fanden die seltsame Stehposition auf der Enfield leider nicht so toll, ich kann nur schlecht laufen.

Im Dorf war Feststimmung, in den Gassen wurde getrunken und gegessen, freundliche Menschen unterhielten sich.

Ich genoss den Nachmittag bei Omelette und Chai im hübschen blumigen Garten des Hotels.

Am Abend ging die Party richtig los.  Der Marktplatz war nun voller Zuschauer, vorne spielten Bands und verschiedene Sänger traten auf. Sehr traditionelle wechselten ab mit jungen modernen. Alle wurden bejubelt und immer wurde getanzt.

Aufgefallen ist mir, dass ausschließlich Männer auf dem Marktplatz standen und tanzten. Frauen saßen still im Hintergrund oder standen am Rand zusammen. Nur ein paar jüngere Mädchen tanzten  zurückhaltend ab in zu zusammen ganz an der Seite. Die Jungs tobten sich dagegen richtig aus, blieben dabei auch unter sich.

Auffällig viel Polizei war präsent, alle gingen sehr freundlich miteinander um. Die übermütigen Tänzer wurden gelegentlich in ihre Tanzregion zurück geschickt.

Punkt 22.00 endete die Musik. Gut für mich, schließlich geht es morgen auf den ersten 5000er!

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An der kleinen Brücke über den Chandra stehen je zwei Gompas. Ein Berg Manisteine, auf jedem steht ein Gebet.

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