Der Blick heute Morgen aus dem Fenster ging in einen grünen tropfenden Urwald. Ich habe super geschlafen, die Klamotten sind halbwegs trocken geworden. Auf der einspurigen Straße ging es nett los. Kein Verkehr, hin und wieder ein Dörfchen, viel tief grüner Wald.

Die heutige Strecke war nicht so lang. Wir konnten also hin und wieder für Fotos halten. Immer wieder war der Hang abgerutscht. Für uns kein Problem, höchstens mal mussten wir über schlammige Abschnitte fahren. Das ging gut. Ein LKW mit Gemüseladung hatte Pech und war in einer Kurve abgerutscht. Kopfüber hatte ihn zum Glück irgendetwas aufgehalten und er war nicht tiefer gestürzt. Der Fahrer konnte rausklettern, die Bergung wird sicher schwierig. Es ging wirklich sehr tief steil runter, der Unfall schärfte meinen Blick nochmal.

Die täglichen Regenfälle setzen den Straßen zu, bei dieser Steilheit hält die Erde nichts auf, viele Steine kommen mit, oft sieht man Gruppen die Straße flicken und reinigen, LKW schütten Kies ab, Bagger oder Menschen mit Schaufeln bewegen Erde.

Schon nach einer Stunde gab es die erste Kaffeepause. An einem kleinen Shop im Wald trafen wir auf einen Bus reisender Tibeter. Freundliches Lächeln und ein kleines Spiel mit einem ihrer Kinder – mehr Austausch ließ unsere Sprachbarriere nicht zu. Gute Reise konnten wir auch mit gefalteten Händen sagen.

In Ner Chowk trafen wir auf eine lebendige wuselige Stadt. Wir machten eine Teepause und schauten dem Gewühl zu. Hier fließt der Beas, auch ein breiter Fluss, in dessen Tal träge schwüle Luft hängt.

Kurz danach begann es wieder zu gewittern und schon im leichten Regen fuhren wir das letzte Stück bis Rewalsar.

Im Hotel hatte ich wieder kein warmes Duschwasser, die Erfrischung mit kaltem tat aber gut. Leider fielen gleich die Moskitos über mich her, also musste nun Deet ran.

Wir spazierten zum buddhistischen tibetischen Tempel über der Stadt. Von dort hatte man einen tollen Ausblick bis in die Berge und über die bunte Stadt. Es begann zufällig eine Zeremonie, bei der wir sogar dabei sein durften. Ich genoss es, dem lauten Gong, den durchdringenden Trommeln und dem Obertonsänger zuzuhören.

Leider kann ich kaum Bilder liefern. Vom Foto laden klappt gar nicht, das Tablet nehme ich ungern mit. Also nur „Rund ums Hotel – Bilder“. Das Laden eines einzigen Bildes dauert unendlich lang. Das verschieb ich dann auf einen Ort mit besserer Verbindung. Sorry!

Vom Tempel zurück liefen wir um den See des Ortes. Hier hingen überall Gebetsfahnen, Tibeter saßen auf Bänken und jede Menge Affen sprangen herum. Sehr putzig, wenn sie in Familie unterwegs sind. Aber auch nicht zu unterschätzen wenn sie sauer sind und die Zähne fletschen. Mal sehen, ob ich nachher noch einen der Hausaffen erwische.

Im Dorf habe ich eine Gebetsfahne für die Tour auf die Pässe erstanden. Und eine kleine ziert nun meine neue Freundin Eni.

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Unser Guide Abdul als Erklärbär

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