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Januar 2014

Alles begann vor 4 Jahren. Ich bekam einen festen Vertrag im Job mit der Möglichkeit, ein Sabbatjahr ansparen zu können. Im August 2014 ist die Ansparzeit vorüber und ich kann starten. 13 Monate bin ich frei, zu tun, was ich möchte. Zunächst mal möchte ich reisen. Und mich treiben lassen auf der Reise. Dabei möchte ich auch Motorrad-, Kajak- und Fahrradfahren.

Dieses Tagebuch wird mich während der Vorbereitung meines Sabbatjahres begleiten. Und natürlich auch dann während ich unterwegs bin.

Es zieht mich nach Südostasien.

Die Geschichte der Reiseplanung war langwierig: zuerst kam die Idee, in Ladakh Motorrad fahren zu wollen. Dazu kam der Plan, ab Weihnachten für 3 Monate Neuseeland zu bereisen. Für die Zeit dazwischen kamen klimatisch bedingt nicht so viele Ziele in Frage wenn ich nicht weit fliegen wollte. Es waren einzelne indonesische Inseln, die in den Klimatabellen übrig blieben. Indonesien – das waren die vielen langgestreckten Inseln in Südostasien.

Ich begann, viel über Indonesien zu lesen. Es gefiel mir immer besser. Viele Vulkane -ich liebe Vulkane!- und Berge und natürlich Wasser und Strand. Sulawesi schien klimatisch am passendsten. Vielfältige Kulturen, freundliche Menschen, warmes Wetter. Klingt interessant. Also noch mehr lesen. Hm, sehr interessant. Da möchte ich länger bleiben. Aber im Herbst kommt der Monsun. Wohin dann? Über den Monsun hinweg nach Norden: Nordthailand bietet sich klimatisch an.

Ich begann, viel über Thailand zu lesen. Ursprünglicher Norden, touristischer Süden mit den vielen Inseln, eine riesige Metropole mit Bangkok. Besonders reizt mich der Norden, denn dort sind die Berge, der Dschungel, Wasserfälle, Flüsse, weniger Touristen. Oh, und das Nachbarland sah auch interessant aus: Laos.

Ich begann, viel über Laos zu lesen. Noch -oder wieder- gibt es ursprüngliche Regionen. Im Norden auch wieder Berge, Dschungel, Wasser, der Mekong. Sehr freundliche Menschen, allein zu reisen scheint problemlos zu sein. Südlich von Laos liegt Siem Reap – Angkor Wat. Es liegt in Kambodscha. Aha. Schon gehört.

Ich begann, viel über Kambodscha zu lesen. Weniger touristisch, weniger asphaltierte Straßen, sehr viel Wasser, der Mekong. Das für mich fremdeste Land. Dann hörte ich von Myanmar.

Ich begann, über Myanmar zu lesen. Noch nicht viel. Reisen dorthin boomen und überrennen die Möglichkeiten der Menschen dort. Es ist für Individualreisende nicht so einfach, Unterkünfte zu finden. Aber es hat eine umwerfende Kultur und Landschaft. Es reizt mich, aber ich möchte nicht organisiert fahren.

Und nun habe ich eine Idee von einem Plan. Die Zeit in Indonesien für die Inseln ab Bali Richtung Süden wird knapp wenn ich vorher nach Ladakh fliege. Dazu kommt die Unsicherheit, ob die Planung mit meinem Reisepartner so klappt, organisiert möchte ich dorthin aber nicht.  Also konzentriere ich mich auf Südostasien und verschiebe den Auslöser für’s Sabbatjahr Ladakh. Und hoffe, dass ich das nicht bereue.

Und das ist der Plan, der sich seit einem Jahr nach monatlich-wöchentlichen Änderungen entwickelt hat:

  • 6 Wochen Indonesien: Bali, Lombok, Flores, Komodo, Tenggara mit einem Mietmoped
  • 4-6 Wochen Thailand, v.a. in den Norden und Osten mit Mietmoped
  • 4-6 Wochen Laos + Kambodscha mit Mietmoped
  • evtl. bleibt noch Zeit für Südthailand: Krabi und Ko Lanta mit Mietmoped
  • ab Mitte Dezember Neuseeland mit meinem Schatz im Mietauto/Camper
  • und dann? nochmal Südostasien? Südeuropa? ich werde sehen was passiert …

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.
Lao-tse (4. Jahrhundert v.Chr.)

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